Regentonne anschließen: mit Regensammler am Fallrohr in 1 Stunde

Regentonne richtig anschließen: Regensammler ins Fallrohr setzen, Überlaufschutz verstehen, Tonne sicher aufstellen und frostfrei überwintern.

Schwierigkeit: Anfänger · Dauer: 1–2 Stunden

Material

  • 200–300 L Regentonne mit Deckel und Auslaufhahn
  • 1 Regensammler passend zum Fallrohr (DN 70, 80 oder 100)
  • 1 Anschluss-Set mit Schlauch und Dichtung (meist beim Sammler dabei)
  • 1 Sockel für die Tonne (fertig oder aus Pflastersteinen)
  • nach Bedarf Pflastersteine und Kies für den Untergrund
  • 1 Optional: Verbindungsset für eine zweite Tonne
  • – Werkzeug: Metallsäge (bei Zink) oder Feinsäge, Akkubohrer mit Lochsäge, Zollstock, Wasserwaage, Stift

Schritte

  1. Fallrohr-Durchmesser und -Material prüfen und einen passenden Regensammler besorgen.
  2. Untergrund neben dem Fallrohr verdichten, Pflastersteine eben verlegen und den Sockel aufstellen.
  3. Die Tonne auf den Sockel stellen und die Höhe ihres oberen Randes am Fallrohr markieren.
  4. Nach Anleitung des Sammlers das Schnittmaß anzeichnen und das Stück Fallrohr sauber heraussägen.
  5. Den Regensammler einsetzen und senkrecht ausrichten.
  6. Knapp unter dem oberen Tonnenrand mit der Lochsäge das Loch bohren und den Anschluss mit Dichtung einschrauben.
  7. Den Schlauch vom Sammler zur Tonne verlegen – kurz und mit leichtem Gefälle.
  8. Deckel aufsetzen und sichern, Hahn schließen – fertig für den nächsten Regen.

Regenwasser ist das beste Gießwasser: weich, kalkarm und kostenlos. Eine Regentonne am Fallrohr ist das einfachste Projekt, um es zu sammeln – und mit einem Regensammler (auch Fallrohrfilter oder Füllautomat genannt) läuft die Tonne nie über.

Wie viel Wasser kommt zusammen?

Pro Millimeter Regen liefert jeder Quadratmeter Dachfläche einen Liter. Hängt am Fallrohr eine Dachfläche von 50 m², ist eine 300-Liter-Tonne schon nach 6 mm Regen voll – das ist ein ganz normaler Regentag. Wer mehr speichern will, verbindet mehrere Tonnen unten mit einem Verbindungsset.

So funktioniert der Regensammler

Der Regensammler wird in das Fallrohr eingesetzt. Er leitet einen Teil des Wassers über einen Schlauch in die Tonne. Der Trick: Er sitzt genau auf der Höhe, bis zu der die Tonne sich füllen soll. Steigt das Wasser in der Tonne bis zum Schlauchanschluss, staut es sich im Schlauch zurück, und der Sammler lässt das Wasser einfach weiter durchs Fallrohr laufen. Kein Überlauf, keine nasse Hauswand.

Viele Modelle haben außerdem ein Sieb, das Laub und Moos zurückhält.

Den richtigen Regensammler wählen

Entscheidend ist der Durchmesser des Fallrohrs – üblich sind DN 70, 80 oder 100. Miss den Außendurchmesser, bevor du kaufst, und achte darauf, dass der Sammler zum Material passt (Zink, Kupfer oder Kunststoff).

Regensammler wird in ein Zink-Fallrohr eingesetzt

Die Tonne aufstellen

  • Auf einen stabilen Sockel, 30–50 cm hoch, damit eine Gießkanne unter den Hahn passt. Eine volle 300-Liter-Tonne wiegt 300 kg – der Untergrund muss fest und eben sein, am besten Pflastersteine auf verdichtetem Kies.
  • Mit Deckel: Er hält Mücken, Laub und Licht (Algen) fern.
  • Kindersicher: Offene Regentonnen sind für kleine Kinder eine echte Ertrinkungsgefahr. Deckel immer fest verschließen oder sichern.

Anschluss an die Tonne

Knapp unter dem oberen Rand der Tonne bohrst du mit einer Lochsäge ein Loch für den Schlauchanschluss und schraubst ihn mit Dichtung ein. Der Schlauch vom Sammler zur Tonne sollte möglichst kurz sein und ein leichtes Gefälle zur Tonne haben.

Schlauchanschluss wird oben in die Regentonne geschraubt

Frostschutz im Winter

Vor dem ersten Frost stellst du den Regensammler auf Winterbetrieb (bei vielen Modellen per Drehung oder Deckel), damit kein Wasser mehr in die Tonne läuft. Die Tonne leerst du bis auf ein Drittel oder ganz und öffnest den Hahn. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Kunststofftonnen und Hähne sprengen.

Zur Miete? Frag vorher kurz beim Vermieter nach, bevor du ins Fallrohr schneidest. Eine Genehmigung brauchst du für eine Regentonne in der Regel nicht.

Tipps

  • Sieb im Regensammler im Frühjahr und Herbst ausspülen, sonst läuft kaum noch Wasser in die Tonne.
  • Die Tonne im Schatten aufstellen: Das Wasser bleibt kühler, und Algen haben weniger Chance.
  • Gießkanne direkt in die Tonne tauchen geht schneller als der Hahn – bei geöffnetem Deckel aber nur unter Aufsicht, wenn Kinder im Garten sind.
  • Regenwasser von Kupferdächern nicht für Teiche verwenden; zum Gießen im Garten ist es in der Regel kein Problem.

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